Bioenergieregion Achental
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Heizen Sie Ihren Kamin- oder Kachelofen richtig an

Kamin- und Kachelöfen liefern in der kalten Jahreszeit gemütliche Wärme aus nachwachsender Biomasse, wie beispielsweise Scheitholz oder Holzbriketts.

Alles perfekt also?

Anscheinend nicht, denn ein jeder kennt sie wohl: die (dunkel)grauen Rauchwolken aus/über den qualmenden Schornsteinen. Viele Anrainer fühlen sich nicht nur durch diesen Rauch sondern auch durch den Geruch beeinträchtigt bzw. belästigt. Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass die Kamin- und Kachelöfen oftmals auch für eine hohe Feinstaubbelastung mitverantwortlichen gemacht werden. Diese tritt jedoch oftmals erst durch eine falsche Betriebsweise auf.

Aus diesem Grund wollen wir an dieser Stelle das richtige Anheizen eines Kamin- oder Kachelofens darstellen. Grundsätzlich kommt es beim Anzünden darauf an, dass die notwendigen hohen Feuerraumtemperaturen möglichst rasch erreicht werden, um eine möglichst vollständige Verbrennung aller Reaktionsprodukte zu erreichen. In Versuchen hat sich gezeigt, dass das Anzünden von oben gegenüber der traditionellen Methode, bei der das Material von unten entzündet wird, normalerweise die besten Ergebnisse liefert. Vergleichbar ist dies mit einer Kerze: diese brennt auch von oben nach unten und rußt daher nicht.

Im Folgenden wird nun kurz dargestellt, wie bei der Methode "Anzünden von oben" vorgegangen wird:

  • Zwei oder drei Holzscheite werden nebeneinander auf den Feuerraumboden gelegt.
  • Ein Anzünder (Feuerbällchen) wird oben auf die Scheite gelegt.
  • Die Anzündhölzchen (etwa 4 bis 6 Holzstäbchen) werden kreuzweise darauf gestapelt.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Luftklappen vollständig offen sind, auch - falls vorhanden - die Klappe im Abgasverbindungsstück.
  • Der Anzünder wird nun entzündet.

 

Nach der Zündung, wenn die Verbrennung im vollen Gang ist, wird die Primärluft (Rostluft oder Primärluftklappen; falls vorhanden) geschlossen bzw. wie in der jeweiligen Bedienungsanleitung gefordert eingestellt. Je nach Vorgabe des Ofenherstellers kann es auch notwenig sein, dass die Sekundärluftzuführung leicht verringert wird, falls hierfür ein Schieber vorhanden ist.

Zusammenfassend können Sie das richtige Anheizen eines Kachelofens hier und eines Kaminofens hier im Video ansehen.

Neben dem beschriebenen Anheizen eines Ofens ist für den emissionsarmen Betrieb einerseits das richtige Brennmaterial (z.B. Holzbriketts oder lufttrockenes Scheitholz) und andererseits das richtige Nachlegen von Holzscheiten/Holzbriketts wichtig. Folgendes ist beim Nachlegen zu beachten:

  • Im Unterschied zu Wärme speichernden Öfen wird bei Kaminöfen häufiger eine kleine Brennstoffmenge nachgelegt, weshalb halbstündlich 0,15 kg Holz je kW Nennwärmeleistung (also halb-stündlich 1,0 kg für einen 6-kW-Ofen) nachgelegt werden sollten.
  • Der Brennraum sollte nicht überladen werden, d.h. nicht zu viel Brennmaterial nachlegen.
  • Die Holzscheite/-briketts sollten die für den jeweiligen Ofen richtige Länge aufweisen.
  • Pro Nachlege-Vorgang sollte mehr als ein Scheit nachgelegt werden.
  • Die Holzscheite/-briketts sollten im richtigen Abstand zueinander in den Feuerraum nachgelegt werden.

Werden diese Hinweise richtig befolgt, sollte einem emissionsarmen Betrieb des Kachel- und Kaminofens nichts im Wege stehen. Des Weiteren schonen Sie damit die Umwelt und sorgen für eine angenehme Nachbarschaft.

Weitere Informationen zum richtigen Anheizen und zum emissionsarmen Betrieb (Zusatzinformationen) Ihres Ofens finden Sie, wenn Sie auf die Linkadressen klicken oder auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, des Technolgie- und Förderzentrums Straubing oder im Biomassehof Achental in Grassau.

Zudem können Sie alle praktischen Anzündhilfen am Biomassehof Achental in Grassau (Eichelreuth 20) erwerben.

Textquellen: TFZ Straubing, LfU Bayern

Ökomodell Achental
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