Bioenergieregion Achental
Produktion von Premium-Hackschnitzeln

Produktion und Vertrieb von Premium-Hackschnitzeln am Biomassehof Achental

Beschreibung des Projekts
Am Biomassehof Achental wurde ein Produktions- und Vertriebssystem für Hackschnitzel mit Premium-Qualität aufgebaut. Somit wird der Biomassehof nicht nur seiner Rolle als regionaler Entwicklungsmotor für Bioenergie-Projekte gerecht, sondern liefert zusätzlich sowohl für Privatpersonen als auch größere Abnehmer einen verlässlichen, günstigen und versorgungssicheren Brennstoff. Die Trocknung der Hackschnitzel in vier Boxen beruht dabei auf einem wirksamen und doch äußerst ressourcenschonenden Mechanismus.

Die Logistik zur Beschaffung des Ausgangsmaterials und zur Aufbereitung dessen am Biomassehof bzw. der Waldstraße liegt vollständig in der Hand regional ansässiger Firmen. Der jährliche Mengenumsatz an Premium-Hackschnitzeln beträgt ca. 12.000 SRM (Jahr 2011), wovon der größte Teil an private Kunden verkauft wird. Die Trocknung der Hackschnitzel erfolgt in vier separat schaltbaren Warmluft-Trocknungsboxen mit jeweils 24 Bodenkaminen und ca. 500 SRM Trocknungsvolumen. Die Luft wird durch die Abwärme aus der zweiten Kondensationsstufe des Heizwerks Grassau erwärmt und besitzt eine Maximalleistung von 240 kW. Diese zweite Stufe besitzt eine zu niedrige Temperatur, um die Abwärme erneut in das Heizwerk einzuspeisen, so dass hier eine anderweitig nicht nutzbare Wärme vorliegt. Damit wird ein hoher Beitrag zur Ressourceneinsparung und zum Klimaschutz gewährleistet. Um eine minimale Verweildauer in den Boxen zu gewährleisten, wird das Material so weit wie möglich (bis zu einem Jahr) vorher gepoltert und luftgetrocknet.

Motivation für das Projekt
Die traditionelle Forstwirtschaft im Achental und die damit verbundenen Sägebetriebe erzeugen jährlich große Mengen an bis vor kurzem nur wenig genutzten ligniten Abfallstoffen. Die Inwertsetzung dieser Reststoffe für eine regionale Energieversorgung schließt daher einen lokalen Stoffkreislauf und sichert die vollständige Wertschöpfung innerhalb der Region.

Warum ist das ein Gipfelprojekt?

  • Für die Hackschnitzel-Produktion werden ausschließlich regionale Reststoffe verwendet. Dies hält den Transport- und Verarbeitungsaufwand so gering wie möglich, wodurch bei diesen Schritten wenig Energie benötigt und damit kaum CO2 freigesetzt wird. Zudem verringern die hochwertigen Hackschnitzel den Bedarf an Brennstoffen deutlich, da sie mit einem hohen Wirkungsgrad verbrennen und dabei auch nur äußerst wenig andere Schadstoffe freisetzen.
  • Der Biomassehof als öffentlich-privates Unternehmen kommt der gesamten Bevölkerung im Achental zu Gute. Der regionale Einkauf und Verkauf der Waren stärkt diesen Aspekt weiter. Die Mitarbeit von ausschließlich regionalen Firmen bei der Verarbeitung und die an den tatsächlichen Bedarf angepasste Größe des Betriebs fügen den Biomassehof und die Trocknungsanlage genau in die lokalen Strukturen ein.
  • Die hohe Effizienz der Trocknung durch die geschickte Logistik und das Vortrocknen an der Luft ermöglicht einen Betrieb mit geringem Energieaufwand. Die zur Trocknung nötige Wärme stammt aus der Rauchgaskondensation des Heizwerks Grassau und müsste ohnehin abgeführt werden. Daher ist die Energienutzung zur Brennstoffherstellung eine ideale Möglichkeit, den Stoffkreislauf zu schließen.
  • Mehrere Biomassehöfe in Deutschland und den Nachbarländern beweisen die Übertragbarkeit des Systems. Vor allem in waldreichen Regionen kann ein Biomassehof als zentraler Akteur alle Maßnahmen sehr gut koordinieren.

Innovationen des Projekts
Die technisch einfache, aber äußerst wirksame Trocknung mit anderweitig nicht nutzbarer Wärme war seit der Inbetriebnahme bereits für zahlreiche Besuchergruppen ein spannendes Projekt. Der ausschließlich regionale Bezug der Rohstoffe und der ebenfalls sehr regionalbezogene Vertrieb der aufbereiteten Brennstoffe wiederum erfüllen unsere eigenen strengen Kriterien an den Umwelt- und Klimaschutz durch die Vermeidung langer Transportwege.

Ökomodell Achental
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