Bioenergieregion Achental
Klimafreundliches Hotel

Klimafreundliches Hotel "Weßner Hof"

Beschreibung des Projekts
In der touristisch sehr attraktiven Bioenergie-Region Achental wird als zusätzliches Angebot für klimabewußte und anspruchsvolle Touristen ein klimafreundliches Hotel erarbeitet. Als Beispielbetrieb dafür hat sich das Hotel und Restaurant Weßner Hof in Marquartstein ausgezeichnet.

Zur Umstellung des Hotels auf einen "klimafreundlichen" Betrieb wird in drei Schritten vorgegangen. Zuerst wird der sogenannte CO2-Fußabdruck erstellt, welcher die gesamten Emissionen des Hotels mit den zugehörigen Quellen ermittelt. Zusätzlich werden Möglichkeiten zur Reduktion dieser Emissionen aufgezeigt. Im zweiten Schritt wird versucht, so viele der vorgeschlagenen Maßnahmen wie möglich umzusetzen und dadurch den Treibhausgas-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Im dritten Schritt werden die noch verbliebenen Emissionen über zertifizierte internationale Ausgleichsprojekte im freiwilligen Markt kompensiert - dann darf sich das Hotel sogar "klimaneutral" nennen.
Im Falle des Weßner Hofs wurde der CO2-Fußabdruck von einer darin sehr erfahrenen Firma erstellt und daraus mehrere mögliche Maßnahmen zur Reduktion ermittelt. Diese beinhalten unter anderem die Umstellung des Heizsystems von Öl auf Hackschnitzel, die Modernisierung der BHKWs der eigenen Biogasanlage, eine signifikante Reduktion des Fleischverbrauchs, ein weitestmöglicher Ersatz von Tiefkühlprodukten durch Frischprodukte und die Umstellung auf Ökostrombezug zur Restbedarfsabdeckung.
Aktuell wird vom Hotelbesitzer erörtert, welche der Maßnahmen wirtschaftlich tragbar und im Betrieb umsetzbar sind. Anschließend werden die ausgewählten Änderungen dauerhaft durchgeführt.

 

Motivation für das Projekt
Es gibt bereits Vorbilder für klimafreundliche Hotels, die alle sehr stark auf ihre jeweilige Umweltwirkung bedacht sind und versuchen, ihren Treibhausgasausstoß auf ein unvermeidbares Niveau zurückzuschrauben. Unsere Idee war nun, dieses Konzept auf das Achental zu übertragen und damit gleich drei Vorteile in einem Projekt zu verbinden. Zum ersten gelingt es auf diese Weise, mehr klimabewusste Reisende von der Region und dessen Gesamtkonzept zu überzeugen, zweitens wird die CO2-Emission des Betriebs direkt und indirekt deutlich reduziert, und drittens kann der Hotelbesitzer durch die meisten Maßnahmen sogar noch finanzielle Vorteile (z.B. durch Brennstoffeinsparungen) für sich verbuchen.

Warum ist das ein Gipfelprojekt?

  • Die im Hotel ergriffenen Maßnahmen wirken sich direkt positiv auf dessen CO2-Bilanz aus. Meist ist damit auch noch ein zusätzlicher Nutzen für die Umwelt und die Gäste verbunden.
  • Der Weßner Hof ist sehr stark regional verwurzelt. Die ergriffenen Maßnahmen zur Senkung des Treibhausgaus-Ausstoßes müssen daher gut mit der Gästestruktur des Hotels und des Restaurants vereinbar sein. Zudem hat aber der Geschäftsführer bereits selbstständig mehrere Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz ergriffen, die auf dem Weg zur Klimaneutralität ein großer Schritt voran sind.
  • Bei den einzelnen Schritten zur Erreichung des Ziels liegt stets ein starker Fokus auf der Energieeffizienz – denn allein dadurch lassen sich bereits viele Tonnen CO2 einsparen.
  • Durch den direkten touristischen Bezug des Projekts und die positive Außendarstellung der ergriffenen Maßnahmen werden die Besucher angeregt, auch bei sich zu Hause oder im Betrieb über deren Klimawirkung nachzudenken und eventuelle Maßnahmen zu ergreifen. Der Umstieg auf eine regionale Versorgung aus Bioenergie ist zum Beispiel eine davon.

 

Innovationen des Projekts
Für das Achental ist ein klimafreundliches Hotel eine ideale Erweiterung des bisherigen touristischen Angebots. Auch innerhalb Deutschlands oder Europas gibt es nur sehr wenige Hotels, die diesen Weg gegangen sind, so dass erneut das Achental als Vorzeigeregion auftreten kann. Auch der Weßner Hof mit seiner spannenden Kombination aus eigener Landwirtschaft, eigener Biogasanlage, Photovoltaik zur teilweisen Eigennutzung und zahlreichen Öko-Angeboten ist in dieser Hinsicht ein Pionier.

 

Ökomodell Achental
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